Linda Escortlady

Sex ohne Zustimmung ist strafbar

Was sich im ersten Moment ganz logisch anhört und für jeden eigentlich selbstverständlich ist, gewinnt bei den Amerikanern eine ganz neue Bedeutung. Erst kürzlich wurde in Kalifornien das neue Gesetz „Yes means Yes“ verabschiedet, das den Sexualverkehr unter Studenten regeln soll. Schon jetzt gilt es als kurios und führt zu verzweifelten Reaktionen. Studenten stehen ab sofort unter Generell-Verdacht. Wer untereinander Sex haben möchte, muss dazu vom anderen die ausdrückliche Einverständnis einholen. Erfolgt das nicht, kann das intime Beisammensein als Vergewaltigung strafrechtlich verfolgt werden. So wird in nur wenigen Minuten aus einem harmlosen Studenten, der fleißig an seiner Karriere arbeitete, ein brutaler Vergewaltiger. Und das, obwohl beide den Sex freiwillig und voller Lust genossen haben. Doch die Einverständniserklärung wurde nicht in dem vorgeschriebenen Maß eingeholt.

Schwammiges Gesetz führt zu mehr Vergewaltigungen

Das Yes means Yes Gesetz ist nicht nur kurios, sondern auch äußerst schwammig formuliert. In Kalifornien dürften wohl bald die Vergewaltigungszahlen ansteigen. Ohnehin gibt es dort bereits andere Gesetze, die aus einer harmlosen Geste oder einem falschen Wort einen Vergewaltiger machen können. Dieses Gesetz wird die Lage unter den Studenten deutlich verschärfen und es zeigt, wie weltfremd Politiker agieren.

Vor dem Sex muss eine eindeutige Zustimmung eingeholt werden. Dem neuen Gesetz nach, darf diese durch ein leises „Yes“ oder auch einfach nur durch ein Nicken erfolgen. Damit jedoch, bleibt der tatsächliche Nachweis als schwammig zu bezeichnen. Wie oft passiert es, dass sich einer der Partner nach einer Trennung ungerecht behandelt fühlt oder dem One-Night-Stand eine ganz andere Bedeutung zuwies. Das Yes means Yes Gesetz bietet damit eine völlig neue Grundlage. Das Nicken oder das „Yes“ ist faktisch nicht nachweisbar. Eine einfache Behauptung, dass keine ausdrückliche Zustimmung eingeholt wurde, reicht vollkommen für die Anklage einer Vergewaltigung. Denn es wird nicht danach gefragt, ob der Akt selbst freiwillig gewesen ist. Es geht rein um die Zustimmung. Eine ideale Grundlage, für jeden der sich später einmal rächen möchte.

Ja ich will

Sex am besten nur noch in der Gruppe

Für Studenten in Kalifornien bietet damit das Gesetz eine große Unsicherheit. Niemand weiß, was nach dem intimen Beisammensein wird. Wer wirklich sicher gehen möchte, muss das gegenseitige Ja am besten vor Zeugen aussprechen. Es ist also durchaus ratsam, bereits beim Petting, beim ersten Streicheln andere Kommilitonen herbeizuholen, die bis zum letzten Höhepunkt dabei sind. Nur so bestehen wirklich Zeugen, die später die ausdrückliche Zustimmung bezeugen können.

Angeblich Vergewaltigt

Eine junge Studentin hat das Gesetz injiziert. Angeblich wurde sie von einem anderen Studenten auf dem Campus vergewaltigt. Eindeutig nachgewiesen ist das aber bislang nicht. Stattdessen läuft die junge Studentin mit Hotpants auf dem Unigelände und hat dabei häufig ihre Matratze als Demonstrationsobjekt dabei. Natürlich immer dann, wenn die Presse vor Ort ist. Gerne betont die Studenten Emma Sulkowicz ihre langen Beine. Mit weiteren Mitstreiterinnen konnte sie das Gesetz Yes means Yes durchsetzen. Der Gouverneur Jerry Brown unterschrieb letztlich die Vorlage SB 967 und setzte das neue Gesetz in Kraft. Damit muss jeder Student nun damit rechnen, künftig öffentlich als Vergewaltiger bezichtigt zu werden, wenn die Zustimmung nicht nachgewiesen werden kann.

Der Gedanke dahinter ist nachvollziehbar. Das Gesetz sollte vor allem junge Studenten schützen, die bei Alkohol- und Drogenorgien auf dem Campus nicht mehr Herr der Sinne sind. Sex in diesem Zustand kann dann sofort als Vergewaltigung abgeurteilt werden. Doch auch hier gilt, nicht in allen Situationen lässt sich ein Gesetz als Grundlage nutzen, um mögliche Gefahren im Vorfeld abzuwehren. Manchmal wäre es vielleicht besser, wenn die US-Unis gegen den übermäßigen Drogen- und Alkohlexzess vorgehen. Das jedoch wird unter den Tisch gekehrt. Wir sind bereits jetzt gespannt, wie hoch die Vergewaltigungsrate im kommenden Jahr ausfällt.

Kurioses nicht nur in den USA

Die Gesetzgebung zu sexuellen Bezügen ist aber nicht nur in den USA kurios. Auch in anderen Ländern lassen sich ähnliche Punkte finden. Die Wahrscheinlichkeit bei einer Unbedarftheit zum Vergewaltiger zu werden ist groß. Die Juden sind dabei besonders geschickt. Wer unter falscher Identität mit einer Frau Sex hat, kann wegen Vergewaltigung angeklagt werden. Es drohen bis zu 5 Jahren Haft. Auch in Schweden ist es oft kurios. Hier wird jeder automatisch zum Vergewaltiger, der Sex ohne Kondom hat. Dabei kann es durchaus ausreichen, wenn das Kondom verrutscht. Dabei sollte gerade das Thema rund um Zwang doch mit aller Ernsthaftigkeit verfolgt werden. Doch solche Paragrafen führen die Auffassung von Recht und Unrecht regelrecht ins Absurde. In Amerika werden Vergewaltiger öffentlich im Internet präsentiert. Dabei wird aber von niemand wirklich wahrgenommen, was tatsächlich passiert ist. Es muss nicht einmal eine wirkliche Vergewaltigung vorliegen oder überhaupt die Absicht dazu, um verurteilt zu werden. Das neue Yes means Yes Gesetz beweist das nur allzu treffend.