Linda Escortlady

Ab wann ist Pervers Krank

Wir leben in einer Gesellschaft, in der beinahe alle sexuellen Vorlieben frei ausgelebt und thematisiert werden können. Gerade bei uns im Escort werden viele besondere Wünsche geäußert, die dann zu einem interessanten Experiment führen können. Doch dabei kommt immer wieder die Frage auf, wann bestimmte Wünsche über die Toleranz hinausgehen und möglicherweise Pervers sind. Dabei ist das Wort schon ein Problem für sich. Pervers bedeuten in der schnellen Fassung widernatürliche sexuelle Handlungen. Doch genau diese lassen sich nicht objektiv beurteilen, sondern hängen immer von dem Standpunkt des jeweiligen ab. Sex mit Tieren ist pervers und in Deutschland verboten. In Dänemark hingegen gilt die Sodomie nicht als pervers, dort boomt gerade die Nachfrage in den Bordellen, die Hunde und Pferde bereitstellen, damit Gäste aus aller Welt ungehindert ihre sexuellen Wünsche ausleben können. Was für uns vielleicht pervers erscheinen mag, ist für die Dänen genau das Gegenteil. Aber auch bei vielen anderen sexuellen Spielarten, die wesentlich harmloser sind, kommt diese Frage auf. Pinkelspiele werden immer wieder unterschiedlich beurteilt. Einige Männer bevorzugen es, wenn sie auch ihren Urin über ihn erschüttert, andere hingegen finden das Pervers. Genauso wie bei Kot-Spielen, die mittlerweile auch im Escort immer öfters gefragt werden.

Pervers Vorschau

Foren und Soziale Medien

Jeder diskutiert heute ganz offen im Facebook über sein Leben und auch darüber, was der andere Partner sexuell bevorzugt. Erst kürzlich fanden wir auf den Seiten von Onmeda eine junge Frau, die anmerkte, dass ihr Freund gerne Videos ansieht, in denen Frauen sich von Pferden und Hunden besteigen lassen. Nun überlegt die Threadstellerin öffentlich, ob er pervers sei, vielleicht liege gar eine psychische Störung vor. Interessant ist dabei die sich daraus entwickelnde Beitragskommunikation, die sogar so weit geht, das einer der Antwortenden mitteilt, er habe früher Kinderpornos auf seinem PC gehabt und bedauere, dass diese heute verboten sind. Am Ende versteift sich alles auf diesen Punkt und die letzten Antwortenden haben dann die Ausgangssituation gar nicht mehr gelesen und sehen es direkt als Pervers, Krank an.

Intimität hat sich verflüchtigt

Es liegt wohl auch am Lauf der Zeit, das wir heute vieles als Pervers empfinden. Früher bewahrten sich Menschen eine große Intimität. Orale Vergnügen fanden zum Beispiel nur statt, wenn sich beide besser kannten und waren Ausdruck einer großen Verbundenheit und eines großen Vertrauens. Heute gehört Oralsex auch bei Treffen mit Unbekannten zum Standard. Außergewöhnliche Wünsche wurden früher viel anderes geäußert, das Wort Pervers war dabei meistens kein Ansatz. Im Gegensatz zur heutigen Kultur, wo jede Meinung nach außen getragen werden muss.

Pervers ist das falsche Wort

Wir lernen daraus, dass Pervers nur eine subjektive Wahrnehmung ist. Es gibt Menschen, die wollen keinen Sex oder andere die Oralsex einfach ekelig finden. Sie halten diese Formen dann für pervers. Andere sehen das dominante Treiben im BDSM Bereich oder wenn Frauen als willensloses Objekt, so wie bei den Japanern an die Decke gehängt werden als Pervers an. Es zeigt, dass dieses Wort keine objektive Bedeutung hat und von jedem in einem anderen Zusammenhang genutzt wird. Früher konnte das Wort Pervers einfach für sexuelle Neigungen eingesetzt wurden, die von der normalen Norm abwichen. Heute, in unserer toleranten Gesellschaft gibt es keine normale Norm mehr. Einzig in Bereichen, die verboten sind, wie Sex mit Kindern oder mit Tieren (wobei in anderen Ländern ein solches Verbot nicht unbedingt besteht) lässt sich der Begriff bei der gerichtlichen Begutachtung noch verwenden. Krank wird die Perversion praktisch immer dann, wenn die Rechte eines anderen verletzt werden, oder die sexuelle Neigung gegen das Gesetz verstößt. Krank ist aber auch, das genau diese Neigung in anderen Ländern wieder ausdrücklich erlaubt ist.